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Was Tempo am Anfang später kostet
Der Druck, schnell zu besetzen, überspringt die Klärung. Die gesparte Woche kommt als Monate Korrektur zurück.
Eine wichtige Stelle ist offen, und sie kostet jeden Tag Geld. Also soll es schnell gehen. Das Briefing fällt aus oder schrumpft auf ein Telefonat zwischen zwei Terminen, die Anzeige geht raus, die Suche läuft. Tempo fühlt sich nach Fortschritt an.
Die Rechnung stimmt nur, solange man das Ende ausblendet. Neunzig Minuten Klärung am Anfang gespart, achtzehn Monate mit einer Besetzung, die nicht trägt, dazu eine zweite Suche. Das ist kein Tempo, das ist Sparen an der falschen Stelle.
Zeit hat nicht überall denselben Hebel. Eine Stunde in der Phase vor der Suche entscheidet über Wochen danach. Eine Stunde mitten im Prozess verschiebt nur Termine. Wer früh investiert, investiert dort, wo eine Stunde am meisten bewegt.
Pre-Recruiting ist deshalb nicht langsamer. Es verlegt das Nachdenken an die Stelle, an der es sich auszahlt, und nimmt es aus der Stelle, an der es nur noch repariert.
Schnell ist nicht, sofort zu suchen. Schnell ist, an der richtigen Stelle anzufangen.
Michael von Hirschfeld, Pre-Recruiting Pionier
